
BRITAX RÖMER Kindersicherheit GmbH
Theodor-Heuss-Straße 9, 89340 Leipheim, Deutschland.
https://www.britax-roemer.de
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Marke(n): Britax Römer (weltweit unter der Dachmarke Britax geführt).
Weitere wichtige Standorte:
Europäische Produktionsstandorte bzw. -historie in Leipheim (Deutschland) und Andover in Südengland; weltweit insgesamt mehrere Standorte, u.a. in Australien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Neuseeland, Schweden und den USA.
Produktionsländer / -standorte:
Lange Zeit wurden rund 90% der Auto- und Fahrradkindersitze in Deutschland und Großbritannien („made in Germany“ / „made in Britain“) gefertigt.
Ab 2026 soll die Produktion der Autokindersitze jedoch vollständig nach Asien verlagert werden; die Produktion am Standort Leipheim wird geschlossen, während Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Verwaltung dort verbleiben.
Gründungsjahr(e) / Historie der Marke:
Das Traditionsunternehmen Römer wurde im 19. Jahrhundert in Ulm gegründet, Britax in den 1930er‑Jahren.
1978/79 entstand aus der Fusion von Römer und Britax die Marke Britax Römer. Den ersten Kindersitz entwickelte Britax Römer 1966.
Branche / Spezialisierung:
Produkte für Kindersicherheit – insbesondere Auto‑Kindersitze, Babyschalen, Kinderwagen, Travel-Systeme und (bis 2023) Fahrrad-Kindersitze.
Hauptprodukte:
Auto-Kindersitze und Babyschalen für Kinder von Geburt bis ca. 12 Jahre, Kinderwagen und Travel-Systeme sowie bis 2023 Fahrrad-Kindersitze.
Umsatz & Ergebnis (zuletzt verfügbare Zahlen):
Der weltweite Umsatz von BRITAX RÖMER Kindersicherheit lag 2022 bei rund 113,5 Mio. Euro, überwiegend im Auslandsgeschäft.
Konkrete veröffentlichte Zahlen für 2024/2025 sind begrenzt; laut Unternehmensangaben kam es 2022 und 2023 zu einem Umsatzrückgang von etwa 25%, der Umsatz stabilisierte sich 2024 wieder leicht, zugleich ist das Unternehmen seit 2021 defizitär mit jährlichen Fehlbeträgen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Besonderheiten:
Eigenes Crashtest-Zentrum am Standort Leipheim, in dem Frontal-, Seiten- und Heckaufpralle bis ca. 86 km/h simuliert werden können.
Hoher Anteil an in Europa gefertigten Sitzen (Deutschland und Großbritannien), strenge Schadstoffrichtlinien und zahlreiche Patente im Bereich Kindersicherheit.
Firmengeschichte
Römer begann im 19. Jahrhundert als Ulmer Unternehmen und entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend zum Spezialisten für Fahrzeugsicherheitsgurte und Kindersicherheitssysteme. Britax wurde in den 1930er‑Jahren gegründet und war ebenfalls im Bereich Fahrzeugsicherheit aktiv.
1966 entwickelte Britax Römer den ersten eigenen Kindersitz, womit der Fokus klar auf Kindersicherheit im Fahrzeug gelegt wurde. In den 1970er‑Jahren rückte Kindersicherheit noch stärker in den Mittelpunkt. 1978/79 erfolgte dann die Fusion von Römer und Britax zur Marke Britax Römer.
In den 1980er- und 1990er‑Jahren expandierte das Unternehmen international, u.a. in die USA, nach Australien, Skandinavien und Fernost. 2013 übernahm Britax Römer von der schwedischen Brio Holding die Kinderwagen- und Kindersitzsparte der Marke Brio. Hierdurch ergänzte man das Produktportfolio.
2016 zog das Unternehmen in den neu errichteten Hauptsitz in Leipheim um, wo ein Großteil der europäischen Produktion sowie eine eigene Crashtest-Anlage angesiedelt wurden. Aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen, Umsatzrückgängen und hoher Produktionskosten in Deutschland kündigte Britax Römer 2025 an, die Produktion in Leipheim bis 2026 zu schließen und die Fertigung vollständig nach Asien zu verlagern, während zentrale Funktionen am Standort Leipheim verbleiben.
Produkte & Technologien
Britax Römer produziert Auto-Kindersitze und Babyschalen für verschiedene Altersgruppen von der Babyschale über Reboarder bis hin zu Sitzen der Gruppen 2/3 bzw. i‑Size-Folgesitze. Zum Portfolio gehören u.a. Modelle wie KING II, KID II, KIDFIX SL (bzw. KIDFIX SL SICT) sowie Reboarder wie der Dualfix und der Max-Fix II.
Das Unternehmen war an der Entwicklung wichtiger Sicherheitsstandards beteiligt, z.B. am britischen Standard für Sicherheitsgurte 1960 und an der europäischen Norm ECE R44 für Kinderrückhaltesysteme 1981. Gemeinsam mit Volkswagen wurde 1997 das Isofix-System entwickelt, das heute als Standardbefestigung für Kindersitze im Auto gilt.
Neben der Crash-Sicherheit legt Britax Römer großen Wert auf Komfortfunktionen wie drehbare Reboarder (Dualfix), mitwachsende Sitze und atmungsaktive Bezüge sowie spezielle Seitenaufprallschutz-Systeme (z.B. SICT bei KIDFIX-Modellen).
Auszeichnungen & Testergebnisse
Viele Britax-Römer-Kindersitze erzielen in Tests von ADAC und Stiftung Warentest seit Jahren regelmäßig gute Ergebnisse. So wurde etwa der KING II vom ADAC und von Stiftung Warentest jeweils mit „gut“ bewertet, während die KindersitzBiene im Praxistest die Sicherheit und Handhabung besonders positiv hervorhebt.
Auch der KID II sowie der KIDFIX SL bzw. KIDFIX SL SICT erhielten in Tests von ADAC und Stiftung Warentest Bewertungen im Bereich „gut“, teilweise mit Testsieger-Titeln innerhalb ihrer Gruppe. Reboarder wie der Dualfix und der Max-Fix II werden in unabhängigen Praxistests und auf Portalen wie KindersitzReboard.de als sichere und komfortable Sitze mit guten Testresultaten beschrieben.
Im Hinblick auf Schadstoffe betont Britax Römer, dass die eigenen Grenzwerte deutlich strenger als gesetzlich vorgeschrieben sind. Stiftung Warentest bewertete seit 2015 alle getesteten Sitze des Herstellers im Kriterium Schadstoffe mit „sehr gut“.
Nachhaltigkeit & Verantwortung
Britax Römer hob lange Zeit hervor, dass der überwiegende Teil der Auto- und Fahrradkindersitze in Deutschland und Großbritannien produziert wird und auch Stoffe sowie Bezüge aus europäischer Fertigung stammen. Die Fertigung in Europa sollte kurze Lieferwege, hohe Qualitätskontrolle und streng überwachte Fertigungsprozesse sicherstellen.
Mit der nun angekündigten Verlagerung der Produktion nach Asien betont das Unternehmen nach eigenen Angaben zugleich die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit über Kostensenkungen wiederherzustellen, nachdem der Markt durch sinkende Geburtenraten und hohe Produktionskosten unter Druck geraten ist.
Was es sonst noch so gibt
Britax Römer betreibt ein eigenes Test- und Entwicklungszentrum in Leipheim mit moderner Crashtest-Anlage. Hier werden verschiedene Aufprallszenarien intern simuliert und neue Modelle umfassend geprüft. Auf der Unternehmenswebsite und auf Produktseiten finden sich zudem zahlreiche Produkt- und Imagevideos. In diesen werden Reboarder wie der Dualfix oder Sitze wie KING II und KIDFIX SL vorgestellt und deren Funktionen demonstriert.
Darüber hinaus stellt Britax Römer online Ratgeberinhalte sowie Kundenservice-Angebote bereit, etwa Beratungs- und Kontaktmöglichkeiten für Fragen zu Einbau, Kompatibilität und Nutzung der Sitze. Für einige Modelle sind ergänzende Zubehörprodukte wie Sommerbezüge verfügbar, die speziell gegen Schwitzen entwickelt wurden und die Alltagstauglichkeit der Sitze erhöhen.
Babyschalen von Britax Römer
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Britax Römer BABY-SAFE CORE
Körpergröße: 40–83 cm | Max. Gewicht des Kindes: 13 kg | Nutzungsdauer: bis ca. 15 Monate | Fahrtrichtung: ausschließlich rückwärtsgerichtet | Gewicht des Sitzes: ca. 3,9 kg | Base & Gurt
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Britax Römer BABY-SAFE PRO
Körpergröße: 40–85 cm | Max. Gewicht des Kindes: 13 kg | Nutzungsdauer: bis ca. 15 Monate | Fahrtrichtung: ausschließlich rückwärtsgerichtet | Gewicht des Sitzes: ca. 3,9 kg | Base & Gurt


